Leben und Sterben 1504

Unter dem Banner “Wieder mehr Landsknecht sein” wurde der AK LuS ’04 aus erwähltem Kreise am 16. März zum ersten Mal zusammengerufen. Im Losament hatten sich dann einige – wenn auch nicht alle – Geladenen zusammengerottet. Den Abend über wurde heftigst überlegt, es wurde diskutiert, es wurden Ideen gefasst und erste Gedanken niedergeschrieben.

Im Grunde ging es um eine Verbesserung der momentanen Situation im Lager (d.h. des Lagerlebens). In den drei Sitzungen kristallisierten sich deutlich zwei Bereiche heraus, die es zu behandeln gilt: das Militärische und die Marketenderei. Es wurde versucht, alle Ergebnisse, bzw. alle Gedanken unter diesen beiden Überpunkten anzulegen. Zusätzlich machte man sich Gedanken darüber, wie überhaupt ein Landsknechtslager ausgesehen haben muss. Immerhin lagerten hier fast schon gigantische Zahlen von bis zu 40.000 Menschen (wohlgemerkt Menschen, denn nicht alle waren Landsknechte. Das Verhältnis zwischen Landsknechten und Tross war ungefähr 1:1).>

Ein Grossteil der Ergebnisse kam zu Stande, indem man sich überlegte, wie eben ein solches Lager überhaupt funktionieren konnte. Dazu gab es, wie zu den obigen Punkten, verschiedene Ansichten der verschiedenen Gruppen. Das war es dann auch, was beim SEF präsentiert wurde: Wie sah ein Landsknechtslager wohl aus? Was kann man in den Bereichen Militär und Marketenderei noch verbessern?

Das Militärische ist in drei Unterpunkte gegliedert: Pflichten, Übungen/Iben (irgend so ein Brettener Dialekt den ich als Bruchsaler nicht so ganz verstanden habe) und Freiwilliges. Die Marketenderei erhielt vier Unterpunkte: Kleinhandel (von einer Person ausgeübt), Großhandel (mit Wagen und viel Drumherum), Verbesserung der Sudlerei, und schließlich noch das ‘Herumhuren’ im Lager. Zusätzlich kamen wir noch auf die Idee, einige neue Posten zu belegen. (Ob das wohl klappt?) Unter anderem wäre da ein Medicus (eher ein Feldscher), ein Feldpater, ein Ausrufer (der Termine und Infos lagerintern und -extern verliest), ein Profoß (Lagerpolizei) und ein Hurenweibl zu nennen.

Selbst wenn nur einige der genannten Punkte (wurde ja alles beim SEF schön auf Plakaten dargestellt) zu verwirklichen wären, würde das Lagerleben nicht nur für interessierte Zuschauer, sondern insbesondere und überhaupt für uns Landsknechte und Marketenderinnen um einiges lebendiger, freudiger und spaßiger werden.

Bastian Gretenkord