AK Lik und Lör

22. Juli 2011

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Am 22.07. traf sich der AK „Lik und Lör“ zu einer Fortbildung der anderen Art. Kaum bei der Hussschen Heimdestille zu Maulbronn angekommen, wurde man bereits mit konzentrationsförderndem  Orangensaft und diversem „Prickelwasser“ empfangen. Nachdem auch die Letzten den Weg in die Hussschen Hallen gefunden hatten, ging es auch schon los.

Aus dem „Goldenen Buch“  erläuterte Likörguru Klaus den Ursprung und die Geschichte des Liquors.
So begann man bereits im 14. Jahrhundert Liköre zu medizinischen Zwecken und zum Genuss herzustellen. Egal, ob Johannisbeere, Kirsche, grüner Nuss oder Tannennadeln, mit Wodka oder mit Korn angesetzt, mit Rumaroma, ätherischen Ölen, hellem oder dunklem Zucker – dem Likör sind einfach keinerlei Grenzen gesetzt.

Nach überstandener Theorie konnte man es kaum erwarten, dem Hausherrn in die „Produktionshalle“ zu folgen um den Meister bei der Arbeit zu beobachten. Dort angekommen warteten bereits 2 frische Liköransätze darauf, abgefüllt zu werden. Doch bevor es soweit war, musste der AK Lik und Lör noch hart arbeiten. Schnell wurden die Aufgaben verteilt. Die einen kochten die Zuckerlösung, die anderen filterten den Ansatz  und die, die keine Aufgabe mehr fanden, begnügten sich notgedrungen damit den Likörrohling zu verkosten und abzuschmecken.  So wurde jeder sofort in die Produktionsreihe integriert. Wie am Fließband gingen die vollen Schöpfkellen durch die Hände der Verkoster und kamen leer zu ihrem Besitzer zurück, der sie nach einer kurzen Rezeptverfeinerung wieder gefüllt auf den Weg schickte.
Die Stimmung wurde zusehend besser. Man erzählte, lachte und diskutierte über persönliche Likörvorlieben und unterschiedliche Geschmäcker. Nach beendeter Arbeit waren dann doch alle etwas hungrig und so ging man einstimmig zum gemütlichen Teil des Abends über.
Kaum hatte man sich gesetzt,  schon wurde der Tisch mit Brot und Wurst gedeckt. Natürlich durfte bei der ganzen Sache der Likör nicht fehlen und so ließ man es sich nicht nehmen, nacheinander das Husssche Sortiment zu testen.

Nachdem die Mägen gefüllt und der Durst nach Likör einigermaßen gestillt war, stiegen dann doch einige wieder auf Bier oder Sekt um. Mit dem Getränkewechsel  änderten sich auch die Gesprächsthemen. So kam man vom Likör über einige wenige Ecken direkt zum Peter und Paul-Fest und analysierte kritisch die vergangenen Ereignisse. Vor allem der Weißwein fand seine Kritiker, woraus sich dann ein neuer AK bildete. Der AK „Weißwein“ war geboren. Das zukünftige Ziel des AK „Weißwein“ wird sein, sich mittels regelmäßigen Weinproben und Studienfahrten durch die Weinhochburgen Deutschlands, ein breites Wissen über den Rebensaft  anzueignen und weiter zu geben. Somit soll zukünftige Kritik am Wein verhindert werden.

So neigte sich der Abend zusehends dem Ende zu und unsere Akteure wurden um kurz nach 12 in die Nacht entlassen. Jedoch nicht ohne von Klaus noch eine Hausaufgabe zu bekommen. So muss jetzt jeder im Laufe des Jahres einen Likör ansetzen und bei einem Nachtreffen kritisch verkosten lassen.

Wir möchten uns alle bei Klaus und Renate für einen durch und durch gelungenen Abend und die tolle Verpflegung bedanken. Mögen weitere lustige Abende folgen.



Text: Max Brunner
Bilder: Birgit Kafka